Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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mit dem ersten Atemzug bei der Geburt beginnt für uns die Auseinandersetzung mit der Materie, der Physis. Wir erleben Begrenztheit, definieren Getrenntsein, identifizieren uns als Körper. Aus der so entstehenden Liebe zum Detail verliert unsere Aufmerksamkeit den Überblick, die Sicherheit, dass Alles Eins ist, wir mit allem verbunden sind, das Außen immer ein Spiegel des Innen ist.

Unsere Aufgabe als Mensch ist es offensichtlich, diese Aspekte, dieses Verbinden BEWUSST in unsere Aufmerksamkeit zurückzuholen, damit Evolution geschehen kann. Mit dieser Bewusstheit können wir das, was um uns geschieht und ist, als Bild nutzen, um uns selbst in unseren Prozessen zu erkennen und zu leiten.

Zum Beispiel der Frühling: Aus dem scheinbaren Nichts sprießt es plötzlich trotz kalten Nächten und Schnee – versteckte Anlagen entfalten sich trotz Widrigkeiten. Franziska Muri lädt uns in „Dein Neustart im Frühling“ gekonnt und bildhaft dazu ein, diese wunderschöne Jahreszeit als Beispiel zu sehen und zu begreifen. „Noch ist alles frisch und klein, die ersten zarten Impulse zeigen sich und wir können die Weichen noch sehr leicht stellen. Wo soll es hingehen? Was soll wachsen? Wohin geben wir unsere Energie?

Im Frühling sind wir angeregt, solche Fragen zu klären. Je deutlicher wir uns selbst darauf antworten, umso mehr Kraft können wir dann durchs Jahr hindurch entfalten.“ Schon die Lektüre dieses Artikels, in dem auch eine schöne und fast schon durchs Lesen wirksame Meditation beschrieben ist, macht Lust, in den Frühling hinauszugehen und sich mit der Natur auf diese Weise wieder zu verbinden. Auch unser eigener Körper ist Physis. Er speichert und verkörpert, was und wie wir erleben. Er ist unser immer ehrlicher Freund, dessen Präsenz und Können viel zu oft als selbstverständlich von uns hingenommen werden. Er gibt uns sogar die Möglichkeit, über ihn seelische Prozesse in Gang zu setzen, zu denen wir sonst wenig oder keinen Zugang haben.

In unserem Artikel „SUP Yoga – Trendsport des Sommers“ erklärt Nina Liz Petig, was es mit der Verbindung Stand Up Paddleboard und Yoga auf sich hat. Balance finden trotz Unsicherheiten (auf einer bewegten Wasseroberfläche auf einem Brett), mit allen verbunden sein (aus Sicherheitsgründen sind alle Teilnehmenden mit einer Schnur verbunden), „… die Kraft aus der Körpermitte sorgt für Standfestigkeit … Umso wichtiger also, gut verankert zu sein. Dafür braucht man … aktive Füße. … Man übt sich darin, Neues zu wagen, sich auf Unbekanntes einzulassen und die Angst vor dem Fallen oder Scheitern zu überwinden.“ Neustart – anders auf die Welt schauen – Mut für Herausforderungen – sich verbinden – gerne nehmen wir Sie mit noch weiteren Anregungen in dieser Ausgabe auf diesen Frühlingsspaziergang mit!

Ihr / Euer WEGWEISER-Team