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Seit 1993 inspiriert das WEGWEISER Magazin für Bewusstes Sein seine LeserInnen durch die Veröffentlichung interessanter Beiträge zu Themen wie Astrologie, Aura Soma, Edelsteine, Feng Shui, ganzheitliches Leben, Geistheilung, Gesundheit, Konzerte, Kultur, Mediation, Religionen der Welt, Therapie, Psychologie, Spiritualität, Schamanismus, Yoga bis Zen.
Als Wegbereiter(in) hat sich das WEGWEISER Magazin für Bewusstes Sein einen Namen gemacht und ist  zu einem unverzichtbaren Informationsmedium herangewachsen.

Das WEGWEISER Magazin für Bewusstes Sein erscheint zweimonatlich und liegt in NRW kostenfrei in mehr als  450 ausgewählten Verteilerstellen wie im Buchhandel, Bioläden, Seminarhäusern, Heilpraktiker- und Naturheilpraxen, Bio- und Naturkostläden, spirituellen und kulturellen Zentren, Therapiezentren, Esoterik-Messen, Naturheiltagen etc. aus.

Anzeigenschluss für die Dezember 2018 / Januar 2019 - Ausgabe ist der 5.11.2018

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,


alles in der Natur geschieht in Kreisläufen. Unsere Natur ist Bewegung. Wir sind nicht unser Verstand.

Auch wenn der moderne „zivilisierte“ Mensch gern den Tod ausklammert und hinter Mauern verbannt – er gehört wie die Geburt zum Kreis des Lebens dazu. „Doch im Unvermögen, den Tod anzunehmen, bleibt der Austausch zwischen den Sterbenden und ihren Lieben oberflächlich, und die Möglichkeit, der Frage nach dem Sinn des Lebens nachzugehen, bleibt ungenutzt.“ Henry Fersko-Weiss, Pionier in der Hospizbewegung, zeigt in unserem Artikel „Den letzten Weg in Würde gehen“, wie wichtig für uns alle die aktive Sterbebegleitung ist. Äußerst interessant ist, dass er durch eine Doula-Geburtsbegleiterin ein „Vorbild auch für die Versorgung am Lebensende“ erkannt hat. Kreise haben keinen Anfang und kein Ende – Geburt und Sterben sind Ein- und Ausgang zugleich. Bei beiden Prozessen „vergeht die Zeit langsamer und scheint sich auszudehnen, Gefühle werden intensiver und die Beteiligten spüren, wie etwas Großes immer mehr Raum einnimmt. [...]
Die Doula-Form der Begleitung macht aus einer Erfahrung voller Ängste, Befürchtungen und Leid etwas Neues, das von Zuversicht, einem Gefühl des Heiligen und zärtlichen Augenblicken der Liebe geprägt ist.“

In dem Kreislauf zwischen Geburt und Tod ist es unsere gedachte und gegebene Natur, uns zu bewegen – nicht in künstlich geschaffenen, trennend geschlossenen Räumen, sondern im Freien, unter dem Himmel, auf der Erde. Wie wichtig dies ist, kann jeder nachvollziehen, der bei Spaziergängen oder Wanderungen seine Kraftreserven auffüllt, dort wieder zu sich kommt. Dies gilt auch – und ganz besonders – für die von uns, die mit der niederschmetternden ärztlichen Diagnose „Krebs“ aus der Bahn geworfen sind. Die selbstbetroffene Journalistin Petra Thaller und der Sportbiologe Thorsten Schulz bestätigen in unserem Interview „Sport ist die beste Medizin“ das Ergebnis der weltweit über 2000 Studien, die zeigen, „dass sich Bewegung unter freiem Himmel in natürlicher Umgebung positiv auf die Psyche und das Immunsystem auswirkt. Außerdem regt outdoor an sich zur Aktivität an ... eine ganz wichtige Unterstützung ... den eigenen Antrieb nicht zu verlieren ... wieder am Leben teilzuhaben ... Therapie ist eine Sache, aber was ich dafür tun kann, dass es mir selbst deutlich besser geht, liegt zu einem großen Teil in der Selbstverantwortung...“

Und hier kommt der oben angesprochene Verstand ins Spiel: Wir können an den Tatsachen, die uns das Leben präsentiert, nicht alles ändern, aber wir können in das Zentrum des Kreises gehen, wo Ruhe und Hingabe sind. Oder wie der spirituelle Lehrer Mooji in „Der Hezensweg zur Weisheit“ sagt: „Meistens befinden wir uns in einer Partnerschaft mit dem Verstand, anstatt ihn als Untergebenen zu betrachten, was ihm erlaubt, gegen jeden unserer Vorschläge sein Veto einzulegen.“ Er erinnert uns daran, wie uns bloßes – und wegen des dominanten Verstandes doch so schwierig zu verwirklichendes Gewahrsein an den Punkt bringt, wo wir einfach nur sind. „... an die Einfachheit deines Seins, das niemals verunreinigt werden ... missraten ... zerstört werden kann. Es kann niemals dem Teufel gehören und es kann niemals sterben.“ An diesem inneren Ruhepunkt die Sonnenstrahlen uns durchfluten lassen, die Regentropfen auf der Haut fühlen, den Wind uns über die Haare streicheln lassen ... dann ist nichts so schlimm ...

Einen ruhigen Herbst wünscht Ihnen

Ihr/Euer WEGWEISER-Team